Fortbildung für Ehrenamtliche Mitarbeiter_innen des Übergangswohnheims Radickestraße in Berlin

Auf Einladung des Internationalen Bunds Berlin richteten wir am 13. Juli 2018 eine Fortbildung für Ehrenamtliche Mitarbeiter_innen des Übergangswohnheims Radickestraße in Treptow-Köpenick aus. Wir wollten den Teilnehmer_innen Handlungssicherheit für das konstruktive und differenzierte Thematisieren von Problemfeldern in ihrer täglichen Arbeit mit Flüchtlingen geben.

Ausgangspunkt der Fortbildung war die Beobachtung, dass Probleme, die mit Flüchtlingen in Verbindung stehen, im öffentlichen Diskurs auf der einen Seite oft dramatisiert, generalisiert und für rassistische/fremdenfeindliche Hetze instrumentalisiert werden und auf der anderen Seite wiederum verharmlost werden. Auf dieser Basis stellten wir die Frage, wie eine ehrliche, konstruktive Debatte um Formen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit unter Flüchtlingen geführt werden kann. Unter der Prämisse, dass das offene Ansprechen von konkreten Problemlagen hierfür unerlässlich ist, gaben wir beispielhaft einen Überblick über das aktuell öffentlich sehr präsente Thema Antisemitismus unter Flüchtlingen.

Im Anschluss kamen auch die persönlichen Erfahrungen der Teilnehmenden aus ihrer ehrenamtlichen Arbeit mit Flüchtlingen zur Sprache. Wir sprachen auf präventiver Ebene darüber, wie sie sich zukünftig gegenüber Äußerungen oder Handlungen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit deutlich positionieren können, um den jungen Flüchtlingen so eine Orientierung für das Ankommen in Deutschland geben zu können.

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