Zum Tag der Deutschen Einheit: rechtsoffene Kundgebungen am Brandenburger Tor

Am 3. Oktober 2020, dem 30. Jahrestag der Deutschen Einheit, fanden in Berlin rechtsoffene Kundgebungen am Brandenburger Tor statt. Auf dem Pariser Platz versammelten sich ca. 50 Personen vor der amerikanischen Botschaft. Zu sehen waren Reichsbürger:innen der Gruppierung „Souveränes Deutschland“, Personen aus der Hooligan-Szene sowie Anhänger:innen der Verschwörungsideologie „QAnon“. Die Redner:innen propagierten umgeben von Reichsflaggen antisemitisches Gedankengut, wie z.B. dass Zionisten Schuld an den Weltkriegen gewesen seien.

Auf der gegenüberliegenden Seite des Brandenburger Tors, auf dem Platz des 18. März, veranstalteten Vertreter:innen der Corono-Proteste und Gegner:innen der Corona-Schutzmaßnahmen eine Kundgebung mit dem Namen „Demokratisches Forum“. Zu ihnen gehörte u.a. der Unternehmensberater Thorsten Schulte, der auch auf vergangenen Demonstrationen der Querdenker-Bewegung in Erscheinung getreten ist.

Die Organisatoren distanzierten sich zwar zu Beginn der Kundgebung von jeglicher Reichsbürger-Symbolik, dennoch trat zum Ende der Veranstaltung Attila Hildmann auf, der in einer zwanzig-minütigen Rede die Corona-Auflagen durchgehend zynisch kommentierte. Vor der Bühne versammelten sich zwischenzeitlich bis zu 200 Personen, unter ihnen der Rechtsextreme Nikolai Nerling.

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