Mensch ist Mensch – Filmcafé zu Formen von Diskriminierung

Mädchen sollten nicht Fußball spielen, „indische“ Jungs sollten sich nicht in männliche Fußballer verlieben und als Angehöriger der Sikh-Religion hat man es in England schwer, Cricket zu spielen. Wie gehen Menschen damit um, wenn ihnen die Entscheidungsfreiheit aufgrund von Diskriminierung genommen wird? Wenn sie in feste Rollen gezwungen werden – aufgrund von Herkunft, Geschlecht oder sexueller Orientierung?

Diese Fragen beschäftigen die Figuren im Film „Kick it like Beckham“ besonders. Am 15. Mai zeigte das KeEzrach-Team den Film einer BQL-Klasse der Rahel-Hirsch-Schule in Berlin-Hellersdorf. Mit den 13 Schüler*innen mit und ohne Fluchthintergrund sprachen wir über die Geschichte von Jesminder, die in einem Vorort von London aufwächst und davon träumt, Profi-Fußballerin zu werden. Sie muss auf ihrem Weg gegen sexistische und rassistische Einstellungen kämpfen, ihre Freundin Juliette und ihr Freund Tony müssen sich mit homosexuellenfeindlichen Aussagen in ihrem Umfeld auseinandersetzen.

Die Teilnehmenden reflektierten mit uns anhand der Übung „Kreis der Gesellschaft“ diese Herausforderungen. Davon ausgehend wurde klar, dass Formen von Diskriminierung Menschen ausgrenzen und verletzen. Der Workshop öffnete den Blick auf Sexismus, Rassismus und Homosexuellenfeindlichkeit auch in Deutschland. Kurze historische Inputs zu den drei Diskriminierungsformen machten die Entwicklung deutlich, die die Gesellschaft hinter sich hat. Im Anschluss trugen wir mit den Schüler*innen weitere Formen von Diskriminierung zusammen. Die Beschäftigung mit der Unantastbarkeit der Menschenwürde und dem Grundrecht der Gleichheit aller Menschen zeigte, dass der Prozess, Benachteiligungen und Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit aller Art entgegenzuwirken, auch heute noch nicht abgeschlossen ist.

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