Eskalation auf palästinensischem “Folklore‐Tag” in Berlin

Während einer Veranstaltung zum palästinensischen “Nakba”-Tag kam es am vergangenen Samstag, den 4. Mai, auf dem Hermannplatz in Berlin-Neukölln zu einem körperlichen Angriff auf einen Israeli. Die Polizei ermittle nun gegen mehrere Personen u. a. wegen gefährlicher Körperverletzung, sagte eine Polizeisprecherin gegenüber dem JFDA. Wer Täter und Opfer ist, sei laut Polizei noch unklar. Ein Video der Nachrichtenagentur ruptly zeigt, wie rund ein Dutzend Männer den israelischen Musiker bedrängen, ihn körperlich attackieren und ihm auf den Kopf schlagen. Der junge Mann war laut eigenen Angaben zufällig auf der Veranstaltung, habe lautstark protestiert und “Israel! Israel!” gerufen. Gegenüber dem Online-Magazin Audiatur kritisierte er das zögerliche Eingreifen der Polizei.
Trotz zahlreicher Redebeiträge war die ganztägige Veranstaltung nicht als politische Kundgebung, sondern als “palästinensische Folklore” beim Bezirksamt angemeldet worden. Von der Bühne sprachen Vertreter der antisemitischen Boykott-Kampagne “BDS”, “FOR-Palestine”, der MLPD und der Partei DIE LINKE. Anwesend waren u. a. ranghohe Vertreter der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP). Als Ehrengast sprach Abla Saadat, die Frau des inhaftierten Generalsekretärs der PFLP Ahmad Saadat. Die PFLP ist seit den 1960er-Jahren für zahlreiche Terroranschläge in Europa und Israel verantwortlich und wird von der EU, den USA sowie Israel als Terrororganisation eingestuft.
Die Polizei beschlagnahmte zudem ein BDS-Transparent und leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ein, da dieses zwei Sigrunen (“SS”) zeigte.

Foto: Screenshot YouTube/ruptly

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