Antisemitische Veranstaltung in Kreuzberg – „Jugendwiderstand“ bedrängt Gegendemonstranten

Etwa 150 Menschen haben am Abend des 12.09.2018 an einer Vortragsveranstaltung mit der palästinensischen Aktivistin Manal Tamimi im „Jockel Biergarten“ in Berlin-Kreuzberg teilgenommen. Tamimi ist bekannt für ihre antisemitischen und den palästinensischen Terror verherrlichende Aussagen. Auf Twitter bezeichnete sie „Zionisten“ mehrfach in antisemitischer Tradition als „Vampire“ und schrieb Dinge wie: „Ich hasse Israel, ich hasse Zionismus, ich wünsche mir, dass bald eine dritte Intifada kommt und die Menschen sich erheben und all diese zionistischen Siedler töten, überall.“ Auch in ihrem Vortrag in Berlin verharmloste Tamimi terroristische Aktionen, schließlich sei „der wahre Terrorismus die israelische Besatzung“.

An der Veranstaltung nahmen viele „propalästinensische“ Aktivisten aus Berlin teil, darunter Mitglieder der antisemitischen BDS-Kampagne oder der Gruppe „FOR Palestine“. Kader und Sympathisanten des stalinistisch-maoistischen „Jugendwiderstands“ agierten auf der Veranstaltung als informeller Sicherheitsdienst, der die Aufgabe hatte, mögliche Störer oder Gegendemonstranten in Schach zu halten.

Als eine spontan angemeldete Versammlung mit etwa 25 Gegendemonstranten vor den Veranstaltungsort zog, machten sich sofort dutzende Personen von der Tamimi-Veranstaltung auf den Weg zu der Gegenkundgebung, wo sie die Teilnehmenden beleidigten, bedrohten und auf die andere Straßenseite drängten. Dabei fielen auch Parolen wie „Intifada bis zum Sozialismus“; eine Frau mit einem Kleinkind auf dem Arm warf eine benutzte Windel in Richtung der Gegendemo. Die Polizei, die zu diesem Zeitpunkt nur mit zwei Beamten dazu kam, zeigte sich sichtlich überfordert. Die Situation beruhigte sich erst, als nach einigen Minuten mehrere Streifenwagen zur Verstärkung eintrafen.

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