12. Mahnwache für Menschenrechte – gegen religiösen Fanatismus

Am Mittwoch den 12.09.2018 um 18 Uhr wollen wir mit einer Mahnwache vor dem Brandenburger Tor an das Lebensrecht aller Menschen auf dieser Welt erinnern – unabhängig von Religion oder Weltanschauung. Gemeinsam mit Lala Süßkind vom Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V (JFDA) und gegen Antisemitismus und Seyran Ateşvon der Ibn Rushd Goethe Moschee werben wir für ein respektvolles Zusammenleben.

Die französische Derwisch-Tänzerin Claire Fontanille wird unsere Mahnwache durch ihren Tanz bereichern. Während einer Reise in der Türkei, sah sie die drehenden Derwische des Mevlevi-Ordens und verliebte sich in den Klang der Rohrflöte Ney. Seitdem besuchte sie regelmäßig Seminare des vor Kurzem verstorbenen Sufimeisters Dr. Oruç Güvenç und von seinen Nachfolgern in Berlin und in der Türkei.

Dabei wird sie vom Sebastian Flaig als Perkussionist begleitet. Sebastian spielte als Solist mit dem Staatsorchester Braunschweig, den Hamburger Symphonikern und der Mittelsächsischen Philharmonie und in verschiedenen Tanz- und Theaterproduktionen u.a an der Komischen Oper.

Religionsfreiheit ist für uns ebenso wie die Entscheidung zur Freiheit von Religion ein hohes und unveräußerliches Recht, welches ungeachtet der Herkunft für alle Menschen gilt. Diese Freiheiten müssen jedoch dort aufhören, wo sie in die Freiheitsrechte anderer oder gar deren körperliche und seelische Unversehrtheit eingreifen. Leider beobachten wir, dass dies nicht überall gilt. Intoleranz und Gewalt gegenüber Andersdenkenden und Andersgläubigen werden durch Berufung auf die eigene Religion legitimiert.

Jeder Mensch auf der Welt sollte seine Persönlichkeit frei entfalten können, ohne Repressalien staatlicher oder nichtstaatlicher Gruppen fürchten zu müssen.

Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Christenfeindlichkeit und andere Formen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit allgemein müssen von allen Demokraten und Vertretern aller Religionen bekämpft werden.

Wir wollen und können es nicht mehr hinnehmen, dass Menschen wegen ihrer religiösen Orientierung, in Teilen der Welt verfolgt werden und sterben müssen.

Gleichzeitig lassen wir uns als Anhängerinnen und Anhänger verschiedener oder eben gar keiner Glaubensrichtungen nicht gegeneinander ausspielen. Gemeinsamen stehen wir deshalb vor dem Brandenburger Tor.

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