Neonazi-Kader bei „Pro Chemnitz“-Demonstration

In Chemnitz sind am 07.09.2018 erneut rund 2.000 Menschen auf die Straße gegangen. Sie folgten dem Aufruf der rechten „Bürgerbewegung Pro Chemnitz“. Es war die nunmehr vierte Demonstration, die die selbsternannte „Bürgerbewegung“ seit dem Tod von Daniel H. organisierte.

Der 35-jährige Daniel H. war am frühen Morgen des 26.08.2018 infolge einer Messerstecherei verstorben. Als dringend tatverdächtig gelten zwei Asylsuchende aus Syrien und dem Irak. In der sächsischen Stadt war es in den Tagen nach der Tat zu rassistischen Demonstrationen und Ausschreitungen gekommen.

Auch unter den Teilnehmenden der Demonstration vom 07.09.2018 befanden sich erneut zahlreiche Rechtsextreme und Hooligans, darunter auch die langjährigen Neonazi-Funktionäre Christian Worch und Dieter Riefling.

Der Abend verlief jedoch weitestgehend ruhig. In den vergangenen Tagen hatte es in Chemnitz zum Teil Auseinandersetzungen zwischen rechten und linken Demonstranten sowie Übergriffe auf migrantisch aussehende Menschen gegeben.

Etwa 1.000 Menschen protestierten gegen den rechtsextremen Aufmarsch. Jürgen Kasek, der Versammlungsleiter der Gegendemonstration, beklagte die Instrumentalisierung des Todesfalls. Er sagte dem JFDA: „Den Nazis geht es nicht um den Toten, denen geht es nur ihren Hass.“

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