Angriffe gegen Journalisten und rechtsextreme Symbole auf AfD-Demonstration

Am 1. September beteiligten sich laut Polizeiangaben 8000 Menschen an einer Demonstration der AfD in Chemnitz. Die Demonstration wurde von Funktionären der AfD und Pegida angeführt. Unter den Teilnehmenden waren u. a. Neonazis, Aktivisten der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ sowie rechtsextreme Hooligan-Gruppierungen. Kurz nach Beginn des Umzugs, brachen einzelne Neonazi-Gruppen teils vermummt aus dem Demonstrationszug aus, um Gegendemonstrierende zu attackieren. Während des gesamten Aufzugs wurden Journalist_innen immer wieder bedroht und körperlich von Demonstrationsteilnehmern angegriffen. Nachdem die AfD-Demonstration vorzeitig aufgrund von Blockaden aufgelöst wurde, durchbrachen Rechte Polizeiabsperrungen und skandierten Parolen wie „Frei, sozial und national“, „Ruhm und Ehre der deutschen Nation“, „Lügenpresse“ und „Widerstand“.

Teilnehmer trugen T-Shirts mit offen neonazistischen Aufschriften wie „Nationaler Sozialismus – Kampf dem System“, „Solidarität mit Ursula Haverbeck“ (eine verurteilte Holocaustleugnerin) und Logos der vom Verfassungsschutz beobachteten rechtsxtremen Bürgerwehr „Soldiers of Odin“.

Zuvor hatte die rechte Initiative „Pro Chemnitz“ zu einer Kundgebung mit anschließender Demonstration aufgerufen. Da die Polizei es untersagt hatte, dass sich beide Demonstrationszüge vereinigen können, beendeten die Organisatoren die Veranstaltung vorzeitig und forderten die Teilnehmenden auf, sich dem Aufzug der AfD anzuschließen.

Ein breites Bündnis hatte an dem Tag zu Gegenprotest aufgerufen. Dem folgten laut Polizeiangaben 4000 Menschen.

(2.9.2018)

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