Trump auf Erfolgskurs? Erst Nordkorea und dann der Iran? (Borgmanns Blick)

 

Trump auf Erfolgskurs?
Erst Nordkorea und dann der Iran?
Und was bedeutet das für Israel?

Reinhard Borgmann kommentiert Trumps Nordkoreapolitik

Fragen über Fragen. Natürlich weiß auch ich nicht, ob Nordkorea tatsächlich atomar abrüsten wird. Doch immerhin: Trump hat die Tür zu Verhandlungen aufgestoßen. Man könnte auch sagen: eingetreten.

Und diejenigen, die jetzt kübelweise Häme darüber ausgießen, frage ich: was wurde denn in den letzten Jahren durch Obama erreicht? Nichts. Im Gegenteil: Kim Jong-un startete Atomversuche und Raketentests in Serie. Abrüstung? Fehlanzeige.

Trump dagegen spricht die Sprache, die Diktator Kim offenbar verstanden hat: Die Sprache der Macht und der massiven Drohungen. Ergebnis: immerhin eine Chance, die einen Anfang von Verhandlungen ermöglicht.

Und der Iran? Hier wird das über Jahre auch unter Beteiligung Deutschlands ausgehandelte Atomabkommen infrage gestellt. Nicht nur durch den Rückzug der USA. Eine Entwicklung, die im Iran sicherlich mit Sorge beobachtet wird. Denn Trump hat auch hier die Gangart verschärft. Die von ihm angekündigten Maßnahmen haben schon jetzt Auswirkungen auf die Wirtschaft des Landes, meint der israelische Premierminister Netanyahu.

Nach dem mutmaßlichen Erfolg in Korea wird Trump nicht nachlassen, weiter Druck gegen den Iran aufzubauen. Ob das Regime der Mullahs – übrigens auch eine Diktatur – Trumps Sprache der Macht und der massiven Drohungen besser versteht als die von geduldigen Verhandlungen? Niemand weiß es.

Eines aber ist klar: für Israel ist das Atomabkommen mit dem Iran wie für Trump ein „schlechter Deal“. Ein Abkommen, das Irans Raketen in Syrien und im Libanon und den Terror der durch den Iran finanzierten Hamas nicht verhindert – und nur eine zeitlich befristete Kontrolle der zivilen Atomanlagen regelt.

Israel – übrigens eine Demokratie – fordert Deutschland zu einer härteren Politik gegenüber Teheran auf.

Der jüdische Staat traut der Diktatur nicht.

Ich finde zurecht.

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