Video: Berlin wehrt sich gegen die AfD

Zehntausende Menschen sind am Sonntag in Berlin auf die Straße gegangen, um gegen eine bundesweite Demonstration der Alternative für Deutschland (AfD) zu protestieren. Mit insgesamt 13 angemeldeten Gegenveranstaltungen in der gesamten Stadt setzten die Menschen ein Zeichen gegen Hass und rechte Hetze und machten deutlich, dass die AfD in Berlin nicht willkommen ist.

An der AfD-Demonstration, die vom Hauptbahnhof zum Brandenburger Tor führte, beteiligten sich rund 5.000 Menschen. Angekündigt hatte die Partei zunächst mehr als doppelt so viele Teilnehmer. Für ihre „Großdemonstration“ hatte die AfD einiges an parteipolitischer Prominenz aufgeboten: Der Demozug wurde von Beatrix von Storch, Alexander Gauland und Jörg Meuthen angeführt. Alle drei Funktionäre hielten auch Reden auf den Kundgebungen.

Trotz offiziellem Unvereinbarkeitsbeschluss und der Ankündigung der AfD, gegen entsprechende Symbole vorzugehen, nahmen auch mehrere Aktivisten und Anhänger der rechtsextremen „Identitären Bewegung“ sowie der Gruppierung „Soldiers of Odin“ an dem Aufmarsch teil. Zudem trugen einige Demonstranten Kleidungsstücke der Marke „Thor Steinar“, die in der Neonazi-Szene beliebt ist.

Die Protestformen gegen den rechten Aufmarsch waren bunt und vielfältig. Auf der Reichstagswiese demonstrierte ein breites Bündnis unter dem Motto Stoppt den Hass! Stoppt die AfD! Berliner Künstlerinnen und Künstler zogen mit einer Glänzende Demonstration durch die Innenstadt. Tausende Menschen feierten bei dem von der Berliner Club-Szene veranstalteten Rave Reclaim Club Culture. Selbst auf der Spree waren Boote mit Protestbannern gegen die AfD unterwegs. Auch am Rande der Demoroute versammelten sich immer wieder spontan Menschen, um ihren Unmut über die AfD kundzutun. Ein Protestler erklomm dabei sogar den Lautsprechermast der AfD. Die AfD-Anhänger reagierten darauf ihrerseits mit Rufen wie „Spring doch!“ und „Hängt ihn auf!“

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