Antisemitischer Angriff in Berlin-Prenzlauer Berg

Einzig weil er eine Kippa trug, soll ein junger Jude am 17. April 2018, am Helmholtzplatz in Berlin-Prenzlauer Berg angegriffen worden sein. In einem Video von der Tat, das der Betroffene in einer Facebook-Gruppe teilte, ist zu sehen, wie einer der mutmaßlichen Täter mit einem Gürtel auf den Filmenden einschlägt und ihn wiederholt als „Yahudi“ (arabisch für „Jude“) bezeichnet, ehe ein anderer Mann ihn wegzieht. Die Polizei Berlin bestätigte den Vorfall gegenüber dem JFDA und habe die Ermittlungen aufgenommen.

Levi Salomon, Sprecher des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V., sagte dazu:
„Es ist unerträglich anzusehen, dass ein junger jüdischer Mann auf offener Straße im gut situierten Berliner Stadtteil Prenzlauer-Berg angegriffen wird, weil er sich als Jude zu erkennen gibt. Das zeigt, dass jüdische Menschen auch hier nicht sicher sind. Nun sind Politik und Zivilgesellschaft gefragt. Wir brauchen keine Sonntagsreden mehr, sondern es muss gehandelt werden.“

(Update 18.4.2018): Laut Polizei habe der mutmaßliche Schläger bereits vor der im Video gezeigten Szene versucht, das Opfer mit einer Glasflasche anzugreifen – eine Zeugin sei dazwischen gegangen. Der Staatsschutz ermittelt gegen insgesamt drei Beschuldigte wegen Beleidigung und gefährlicher Körperverletzung.

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