Stellenausschreibung Projektkoordinator/in und Projektmitarbeiter/in

Das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V. (JFDA) sucht voraussichtlich zum 01.05.2017 für das von der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Land Berlin geförderte Projekt „Ha Ger. Kompetenzerwerb zum Umgang mit Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit im Kontext von Flucht und Integration“ eine/en Projektkoordinator/in und eine/en Projektmitarbeiter/in.

Einwanderungsfeindliche Angriffe bis hin zu rechtsterroristischen Anschlägen auf Schutzsuchende, ihre Unterkünfte und Unterstützer_Innen haben im Jahr 2016 noch einmal signifikant zugenommen. Zugleich sind auch interkulturelle und interreligiöse Konflikte aufgetreten, die von Flüchtlingen gegenüber andere Minderheiten gerichtet sind. Diese Erscheinungsformen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit sind durch einen religiös-weltanschaulichen Chauvinismus motiviert (etwa gegenüber Nichtmuslimen, v. a. gegen Alawiten, Christen, Jesiden und Juden sowie gegen Muslime mit abweichender religiöser Praxis), dabei spielt auch Antisemitismus, ein ethnozentrierter Kulturalismus, Rassismus, Sexismus und Homophobie bzw. LSBTI-Feindlichkeit eine Rolle.

Es geht bei dem Bildungsprojekt „Ha Ger“ darum, dieser komplexen Problemlage entgegenzuwirken indem Flüchtlinge und die mit ihrer Integration beauftragten Personen (z.B. in Kitas, Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen usw.)  durch ein Empowerment zur selbstbestimmten Teilhabe am gesellschaftlichen Leben in Deutschland motiviert werden. Das Anliegen des JFDA ist es, Geflohenen und deren Betreuer_innen zu ermöglichen, eine demokratiestärkende Position einzunehmen und so in der Mitte der Gesellschaft wirken zu können.

 

Stellenprofil Projektkoordinator/in

Die Projektkoordination ist mit der Durchführung des Projektes betraut und übernimmt die Verantwortung für die Organisation von Workshops und Podiumsdiskussionen. Sie wertet das im Vorfeld durch Monitoring und Feldbeobachtung gewonnene Material zu Erscheinungsformen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit im Kontext von Flucht und Asyl wissenschaftlich aus und erarbeite vermittelbares Wissen für die Geflohenen, deren Betreuer_Innen und die breitere Öffentlichkeit. Ferner baut sie Kontakte zu Presse und anderen öffentlichen Institutionen auf und pflegt diese.

Tätigkeitsfeld und Aufgaben

  • Koordination, Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von Veranstaltungen
  • Wissenschaftliche Analyse des Materials zu Einwanderungsfeindlichkeit und gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeiten wie Antisemitismus, Erstellung des pädagogisch-didaktischen Materials
  • Redaktionelle Betreuung der Website (Ankündigung, Meldungen, Dokumentation)
  • Vernetzung und Kontakt mit Presse und NGOs

Erforderte Kenntnisse und Fähigkeiten

  • Abgeschlossenes Hochschulstudium oder gleichwertige Fähigkeiten und Fachkenntnisse im Bereich Geschichte, Sozialwissenschaften, speziell Antisemitismus, Islamismus, Migration, Rechtsextremismus
  • didaktische Kenntnisse und Erfahrungen, speziell Jugend- und Erwachsenenbildung
  • Fähigkeit, die Projektarbeit in einem definierten Rahmen und nach Maßgabe vorgegebener Leitlinien und Ziele eigenständig, kreativ und mit einem hohen Maß an Eigenverantwortung zu gestalten; Fähigkeit zur operativen Projektsteuerung
  • Erfahrung in redaktioneller Arbeit
  • Didaktische Kenntnisse und Erfahrungen in der politischen und interkulturellen Jugend- und Erwachsenenbildung
  • Erfahrung im Bereich Veranstaltungsorganisation

 

 Vorteilhaft wären Kenntnisse in einer oder mehrerer der folgenden Sprachen:

Arabisch, Englisch, Dari, Farsi, evtl. Paschtun

Die Stelle wird voraussichtlich 75% umfassen (Vergütung analog zu TVÖD 11) und ist bis 31. Dezember 2017 befristet.

Bei Einstellungen berücksichtigt das JFDA nach Möglichkeit nicht nur den Grundsatz der Geschlechtergerechtigkeit sondern auch weitere Diversity-Kriterien.

Die Einstellung erfolgt unter Vorbehalt der Projektförderung durch die Bundeszentrale für politische Bildung und dem Land Berlin.

 

Stellenprofil Projektmitarbeiter/in

Sie/er unterstützt die Projektleitung bei der Vorbereitung und Durchführung von Workshops und Veranstaltungen sowie bei der Beobachtung gruppenbezogener Menschenfeindlichkeiten im Kontext von Flucht und Asyl. Sie/er wirkt auch bei der daraus entstehenden Entwicklung pädagogisch-didaktischen Materials mit. Darüber hinaus betätigt sie/er sich bei der Öffentlichkeitsarbeit und der Vernetzung mit anderen Organisationen und Partnern. Der oder die Projektmitarbeiter_In beschäftigt sich außerdem mit der projektbezogenen Dokumentation und den daraus entstehenden Verwaltungsaufgaben.

Tätigkeitsfeld und Aufgaben

  • Feldbeobachtung und Aufzeichnung (Bild und Ton) von Demonstrationen, Kundgebungen, öffentlichen Versammlungen
  • Monitoring zu gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit im Kontext von Asyl, Flucht und Rechtsextremismus sowie Islamismus in Social-Media-Kanälen
  • Mitarbeit bei der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen

Erforderte Kenntnisse und Fähigkeiten

  • Bachelor oder Fachhochschulabschluss oder gleichwertige Fähigkeiten
  • Fachkenntnisse im Bereich Geschichte, Sozialwissenschaften, thematisch speziell Antisemitismus, Islamismus, Migration, Rechtsextremismus
  • Erfahrung in der politischen und interkulturellen Bildungsarbeit
  • Erfahrung im Umgang mit Vertretern aus Politik, Presse, Wissenschaft und Zivilgesellschaft
  • Erfahrung in Recherchetätigkeit
  • Erfahrung in der Organisation von Veranstaltungen
  • Kenntnisse und Erfahrung im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit
  • Schriftliche und mündliche Kommunikationsfähigkeit, eigenständige Abwicklung der Korrespondenz
  • Erfahrung in redaktioneller Arbeit
  • Fundierte EDV-Kenntnisse
  • Fähigkeit, Tätigkeiten in einem definierten Rahmen und nach Maßgabe vorgegebener Leitlinien und Ziele eigenständig, kreativ und mit einem hohen Maß an Eigenverantwortung auszuführen
  • Erfahrung bei der Erstellung projektbezogener Dokumentation und damit verbundener Verwaltungstätigkeit

Vorteilhaft wären Kenntnisse in

  • Einer oder mehrerer der folgenden Sprachen: Arabisch, Dari, Englisch, Farsi, Paschtun
  • DTP-Programme (InDesign, Fotoshop, Illustrator)
  • Videoschnittprogramme (Avid MC, Adobe Premiere, Grass Valley Edius)
  • Webdesign (CMS-Anwendung)
  • Filmschnitt, Bildbearbeitung

Die Stelle wird voraussichtlich 75% umfassen (Vergütung analog zu TVÖD 9) und ist bis 31. Dezember 2017 befristet.

Bei Einstellungen berücksichtigt das JFDA nach Möglichkeit nicht nur den Grundsatz der Geschlechtergerechtigkeit sondern auch weitere Diversity-Kriterien.

Die Einstellung erfolgt unter Vorbehalt der Projektförderung durch die Bundeszentrale für politische Bildung und dem Land Berlin.

Bei Eignung und Interesse bitte bis spätestens 21.04.2017 Kontakt aufnehmen mit

Jüdisches Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V.

juedisches.forum@gmail.com  

+49 (0)30 914 811 69

 

Weitere Ausschreibung: Projektmitarbeiter/in (TVöD 11/75%) (Projekt „Augen auf!“)

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