Interaktiver Workshop und Plakatausstellung an der Gail S. Halvorsen Sekundarschule

In einer die Lernwerkstatt abschließenden Veranstaltung wurden am 14. Dezember 2016 die Plakate der 10. Klasse der Gail S. Halvorsen zwei Jahrgängen der Sekundarstufe und ihren Lehrkräften vorgestellt. Die Veranstaltung bestand aus einer Einführung in die Thematik Geschichte des Rassismus. Dabei wurden Aspekte des deutschen Kolonialismus und Nationalsozialismus erklärt und diskutiert. Daraufhin begleitete das interkulturelle Team des JFDA die Schüler_innen bei einer interaktiven Auseinandersetzung mit dem Thema anhand der Plakate. Die Veranstaltung regte die Schüler_innen dazu an, sich mit eigenen Erfahrungen von rassistischer Gewalt, Vorurteilen und Diskriminierungen in ihrem Schulalltag auseinander zu setzen.

Ein Schüler reflektiert, dass er einen Mitschüler aufgrund seiner Hautfarbe diskriminiert hatte, sich aber anschließend entschuldigt hat. Ein anderer wendete ein, dass ein anderer Mitschüler aufgrund seiner Hautfarbe körperlich angegriffen wurde und er nicht eingegriffen hatte. Er resümiert, dass er heute eingreifen und sich für den Betroffenen verbal einsetzen würde. Eine Schülerin, die sich als muslimisch definiert, meinte: „Viele Leute haben Angst vor Muslimen ohne dass sie einen Moslem kennen. Es hat mich zum Beispiel einmal jemand aufgrund meiner Kette mit islamischen Symbol angekuckt und abwertend den Kopf geschüttelt. Das habe ich aber nicht beachtet, denn ich muss mich nicht dafür rechtfertig was für einen Glauben ich habe und wie ich ihn lebe.“ Mit Blick auf ein Plakat, dass die Aussage „Alle Menschen sind gleich“ zeigt, resümiert sie: „Ich finde, dass alle Menschen den gleichen Wert haben, egal ob schwarz, weiß, Christen, Juden oder Moslem jeder muss so akzeptiert werden wie er oder sie ist. Nur wenn jemand rassistisch ist, das kann ich nicht akzeptieren.“

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