Gallery Walk am Willi-Graf-Gymnasiums in Berlin-Lichterfelde

Mit einem Gallery Walk und einer Podiumsdiskussion schlossen die Schülerinnen und Schüler des Willi-Graf-Gymnasiums in Berlin-Lichterfelde am 22.11. 2016 die Projekttage zum Thema „Rassismus in der Mitte treffen“ ab.  

Der 10. Jahrgang und eine Willkommensklasse mit Geflohenen setzten sich im Rahmen einer Ausstellung und Podiumsdiskussion am Willi-Graf-Gymnasium interaktiv mit den aus der Lernwerkstatt entstandenen Plakaten zum Thema Rassismus und Einwanderungsfeindlichkeit auseinander. Die selbständig erarbeiteten Ergebnisse wurden in Form einer Podiumsdiskussion mit dem interreligiösen und interkulturellen Team des JFDA und in Kooperation mit der AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ präsentiert und diskutiert.

In diesem Zusammenhang kamen auch ganz persönliche Erfahrungen mit Ausgrenzung und Diskriminierung zu Sprache. Ein Mitarbeiter des interkulturellen Teams des JFDA teilte seine eigenen Diskriminierungserfahrungen mit den Schüler_innen, so berichtete er, wie er und seine Familie von einer Passantin einmal gefragt wurden: “Seit wann dürfen Ausländer auf dem Gehweg stehen?“  Dass Diskriminierungen auch mit Nachbarn, mit Lehrer_innen, Mitschüler_innen oder einfach auf der Straße auftreten, bezeugen die Schüler_innen mit ihren eigenen Erfahrungen. Ein Schüler berichtete beispielsweise, dass er einer rechtradikalen Gruppe entgegentrat, die einwanderungsfeindliche Lieder gesungen hatte.

Daraufhin wurden mit den Workshopleiter_innen mögliche Strategien im Umgang mit Diskriminierungen und Mobbing diskutiert und erarbeitet. Ein Schüler resümierte, dass Gleichberechtigung für ihn bedeutet, dass ein jeder Mensch eine Berechtigung hat in einem Land zu leben, ganz unabhängig von der Hautfarbe oder seiner Herkunft, denn ein jeder sei letztendlich ein Mensch.

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