NEUERSCHEINUNG: Englische Übersetzung der Studie zum antisemitischen Djihad

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Die vom Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus e.V. (JFDA) herausgegebene Studie zum internationalen Djihad-Terrorismus erscheint nun auch in englischer Sprache. Unter dem Titel Terror Attacks in Paris against Jews and „Crusaders“ – The anti-Semitic Jihad as „Holy World War“ kann sie ab sofort auf der Website des JFDA kostenlos heruntergeladen werden.

28.01.2016

Was der Autor Berndt Georg Thamm im Anschluss an die Attentate auf „Charlie Hebdo“ und einen koscheren Supermarkt befürchtet hatte, ist inzwischen bittere Realität geworden: Die Attentate im Januar 2015 sollten tatsächlich nur der „Vorbote eines Tsunami“ sein. Das zeigte sich am 13. November desselben Jahres. Erneut wurde Paris zum Anschlagsziel: Zeitgleich an fünf verschiedenen Orten verübten islamistische Terroristen des „Islamischen Staats“ (IS) gezielt Anschläge auf die breite Bevölkerung.

Thamm spricht dabei von einer Israelisierung Europas. In Israel gehören sogenannte weiche Ziele und individuelle Attentate inzwischen zum Alltag. Für Europa ist die Situation dagegen neu.

Die Attentate im Januar 2015 in Paris veranlassten das Jüdische Forum dazu, den Terrorismusexperten Thamm mit einer Studie zu beauftragen. Inzwischen ist die Bedrohung für die gesamte europäische Gesellschaft spürbar geworden, was sich beispielsweise an den erhöhten Sicherheitsvorkehrungen bis hin zu Absagen von offiziellen Silvesterfeierlichkeiten bemerkbar machte.

Umso dringlicher ist die Beschäftigung mit dem Terrorismus und die intensive Beleuchtung der Gefahren. Die JFDA-Studie ist damit aktueller denn je. Aus diesem Grund erscheint sie nun auch in englischer Sprache. Ein neues Vorwort vom Autor liefert dabei die nötigen Ergänzungen und Zusammenfassungen. So bilanziert Thamm, dass 2015 über 70 Anschläge in mindestens 14 Staaten – außerhalb Syriens und des Iraks! – verübt wurden, durch die rund 1.400 Menschen getötet und viele mehr verletzt wurden. Täter waren stets IS-Einzelkämpfer und Kleinstgruppen, Unterstützer und zum individuellen Djihad „inspirierte“ Sympathisanten. Weitere für 2015 geplante Anschläge konnten rechtzeitig verhindert werden.

Die rund 130 Seiten starke Studie empfiehlt sich nicht nur aufgrund der darin gebotenen Chronologie und Analyse der jüngsten Entwicklungen im Bereich des Terrorismus, sondern insbesondere auch deshalb, weil der Autor wie kein anderer die antisemitische Motivation der Attentäter herausstellt und aufzeigt, wie stark der djihadistische Terror mit einem mörderischen Antisemitismus verknüpft ist.

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Studie zum Download: Terror Attacks in Paris against Jews and „Crusaders“

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