(Burlading, 27./28.04.2015) Schmierereien mit rechtsradikalem Hintergrund nach Filmvorführung

(Burlading, 27./28.04.2015) >>Mehrere Burladinger Gebäude wurden in der Nacht von Montag auf Dienstag [27./28.04.] mit rechtsradikalen Parolen und Nazisymbolen besprüht, darunter das Rathaus, das Alblichtspielkino und der Polizeiposten. Da der „Verdacht einer politisch motivierten Straftat besteht“, haben Kriminalbeamte der Polizeidirektion Rottweil, Abteilung Staatsschutz, die Ermittlungen aufgenommen.

Dass das Alb-Lichtspielkino besonders hart betroffen ist, dürfte im Zusammenhang mit einer Filmvorführung stehen, die dort vor Wochenfrist stattfand. Gezeigt wurde die Dokumentation „Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“. […] Die nächtlichen Schmierereien müssen als nachträgliche Reaktion, als Vergeltung gewertet werden, da der Bezug zu der Vorführung offenkundig ist: Die Eingangstüren des Kinos sind mit Hakenkreuzen verschmiert, und daneben prangt der Gruß: „Hasta la vista, Antifa“, was so viel heißt wie: Bis zum Wiedersehen, Antifaschistische Bewegung.[…] Weiter steht da „Verräter“ zu lesen. Das aber bezieht Doris Schülzle, die Frau des Kinobetreibers Ludwig Schülzle, voll und ganz auf sich und ihren Mann. <<

Quelle: Südwestpresse

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