PM: Hakenkreuz in Motorhaube jüdischer Familie gekratzt

asdf

(Berlin) Am 22.09.2014 entdeckte ein Mitglied der Jüdischen Gemeinde zu Berlin ein ca. 30 cm großes Hakenkreuz, das in die Motorhaube seines Autos gekratzt worden war. Die Polizei wurde benachrichtigt und Anzeige erstattet.

Nach Angaben des Opfers kam es bereits während des Gaza-Konflikts der letzten Monate zu verbalen Anfeindungen durch eine Gruppe junger Männer, die ihm (sinngemäß) zuriefen:
„Hitler, Hitler, … Jude, … Israel“.

Schon in der Vergangenheit war die betroffene Familie mehrmals Opfer antisemitischer Vorfälle geworden. So wurde am 16.02.2010 die Berliner Polizei benachrichtigt, nachdem „mehrere Jugendliche und Kinder mit türkischem und arabischem Migrationshintergrund die Fenster [der] Wohnung mit Schneebällen beworfen“[1] hatten. Die Kinder und Jugendlichen hatten nach Angaben der betroffenen Familie zuvor bereits die gesamte Familie beschimpft und sollen auch „mit Steinen“ nach ihr geworfen haben. Die Jugendlichen stammten „aus der Wohnumgebung oder der Schule der beschimpften Kinder“.

Die Familie wurde damals durch das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus und Rabbiner Yitshak Ehrenberg betreut.

Nach dem erneuten Angriff sieht sich die Familie nun vor die Frage gestellt, ob es ihr überhaupt möglich sein wird, weiter in ihrer Gegend zu leben.

[1] http://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/antisemitismus-schikanen-gegen-juedische-familie/1684474.html „Schikanen gegen jüdische Familie“, Tagesspiegel, 17.02.2010

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