PM: Brandanschlag auf Synagoge und Morddrohungen gegen Frankfurter Juden

Berlin, 29.07.2014

Brandanschlag auf Synagoge

und Morddrohungen gegen Frankfurter Juden  

 

In der Nacht zum 29.07.2014 warfen drei junge Männer mehrere Brandsätze in die Bergische Synagoge in Wuppertal-Barmen. Nach bisherigem Ermittlungsstand wurde kurz darauf ein 18-jähriger Tatverdächtiger mit unbekannter Staatsbürgerschaft im Umfeld der Synagoge festgenommen.

Bereits vor einigen Tagen wurde die Bergische Synagoge mit dem Schriftzug „Free Palestine“ beschmiert. Die Täter konnten bislang nicht ausfindig gemacht werden. Der Schriftzug lässt jedoch kaum bezweifeln, aus welchem Spektrum diese Personen kommen.

Die gewalttätigen antisemitischen Ausschreitungen im Zuge des Gaza-Konflikts nehmen kein Ende. Am 25.07.2014 droht ein junger Mann einem Rabbiner in Frankfurt a.M., gezielt 30 Juden umzubringen, sollte seiner Familie in Gaza etwas zustoßen. In Essen konnte am selben Tag ein Anschlag auf die Synagoge vereitelt werden. In Berlin wurden am Rande einer propalästinensischen Demonstration am 24.07.2014 ein jüdischer Mann und am 19.07.2014 ein israelisches Ehepaar körperlich angegriffen. Am 18.07.2014 wurde nochmals ein Anschlag auf die Essener Synagoge verhindert. In Gelsenkirchen wurde am 14.07.2014 ein Gullideckel in die Synagoge geworfen. Unbekannte beschmierten wenige Tage zuvor am 11.07.2014 die Synagoge in Dresden.

„Wenn dazu aufgerufen wird, Juden zu ‚vergasen‘, zu ’schlachten‘, zu ‚verbrennen‘ und Synagogen anzugreifen, dann ist eine neue Dimension von Feindseligkeit erreicht, die ich in Deutschland nicht mehr für möglich gehalten habe, nicht einmal in meinen schlimmsten Alpträumen“, sagte Dieter Graumann, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland.

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