Anschlag auf die Gedenktafeln mit den Namen der jüdischen Pankower Opfer des Naziregimes (22.01.2014)

Berlin, Pankow

Pressemitteilung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) Berlin-Pankow e.V.:

Anschlag auf die Gedenktafeln mit den Namen der jüdischen Pankower Opfer des Naziregimes!

Erst seit einigen Tagen hängen sechs Tafeln mit allen Namen der jüdischen Bürger/innen Pankows, die in der Zeit des Naziregimes dem antisemitischen Morden zum Opfer fielen, am Zaun des ehemaligen Jüdischen Waisenhauses am S- und U-Bahnhof Pankow-Garbatýplatz.

Diese Tafeln wurden durch das Engagement und die Spenden vieler Pankower Einzelpersonen, Verbände, Initiativen und der Partei DIE LINKE ermöglicht. Sie sollen zukünftig in den Zeiträumen rund um die Jahrestage der Pogromnacht am 9. November 1938 und der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz am 27. Januar an die Nazi-Verbrechen erinnern und vor dem heutigen Antisemitismus und Rassismus warnen.
Wie nötig das ist, hat sich erst jüngst auf drastische Weise gezeigt: Am 19. Januar haben Unbekannte einen feigen Anschlag auf die Tafeln verübt und diese teilweise abgerissen und beschädigt. Anzeige wurde bereits erstattet. Roland Peters von der Pankower VVN-BdA sagt dazu:

“Die Tafeln hängen wieder! Wir rufen alle Pankowerinnen und Pankower auf, bei der traditionellen Kundgebung gegen Rassismus und Antisemitismus am kommenden Sonntag ein Zeichen gegen den braunen Ungeist zu setzen, der sich in solchen feigen Anschlägen zeigt!”

Die Kundgebung (mit Lichterkette) beginnt am 26.01. um 18 Uhr am Jüdischen Waisenhaus Berliner Ecke Hadlichstr. Vorher, um 15 Uhr, startet am gleichen Ort ein Rundgang zu ehemaligen Stätten jüdischen Lebens.

(VVN-BdA) Berlin-Pankow e.V, 22.01.2014

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